Karriere als Mensch

Initiative zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai

Der Internationale Tag der Pflege am 12. Mai ist für das Diakonische Werk im Kirchenkreis Herford, die Diakoniestationen und die Ev. Diakoniestiftung eine Gelegenheit, darauf aufmerksam zu machen, was Pflegekräfte Tag für Tag leisten. Ihr Einsatz für die Versorgung der pflegebedürftigen und kranken Menschen ist ein maßgeblicher Beitrag auch und gerade während der Corona-Pandemie. Ob auf den Intensivstationen, in den stationären Pflegeeinrichtungen oder bei den ambulanten Diensten - Pflegekräfte arbeiten überall mit einer hohen Verlässlichkeit, mit viel Kreativität und Einsatzbereitschaft. Zusätzlich müssen die Pflegenden den Spagat zwischen Ausübung ihres Berufes und den Einschränkungen durch den Lockdown bewältigen. 

Der Applaus für Pflegekräfte im vergangenen Jahr war aus Sicht der diakonischen Träger eine schöne Geste. Pflegekräfte haben auch finanzielle Anerkennung durch die Bonuszahlungen erfahren. Mittlerweile ist der Applaus verhallt und an der Bezahlung hat sich nichts grundlegend geändert. Für die Pflegenden sind das aber nicht die entscheidenden Gründe, die ihnen Motivation für ihre Arbeit geben. Vielmehr ist es der Zusammenhalt unter Kolleg*innen, das Gefühl, praktisch helfen zu können und die Gewissheit, einen im wahrsten Sinne des Wortes „krisensicheren Job“ zu haben. Dies sind zumindest Ergebnisse aus der Pflegestudie der Diakonie Deutschland vom Dezember 2020, die aber auch zeigt, dass sich nahezu alle Befragten als Anerkennung bessere Rahmenbedingungen z.B. im Hinblick auf die Entlohnung wünschen.

In der öffentlichen Wahrnehmung scheint die Wertschätzung für den Beruf gestiegen zu sein. Es bleibt nach Ansicht der Träger abzuwarten, ob das dazu führt, dass sich mehr Menschen dafür entscheiden, in der Pflege zu arbeiten oder eine Ausbildung zu beginnen. Oder wie es das Motto der Informationskampagne des Bundesfamilienministeriums formuliert „Karriere als Mensch“ zu machen.

In dem folgenden Video schildern Pflegekräfte, eine Auszubildende und Bewohnerinnen aus zwei Pflegeeinrichtungen, wie sie die Pandemie bisher erlebt haben.