Kurt-Dietrich-Haus

Hilfe für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben

Die Einrichtungen des Kurt-Dietrich-Hauses befinden sich in zentraler Lage im Stadtkern von Herford und haben es sich zur besonderen Aufgabe gemacht, chronisch mehrfach beeinträchtigte abhängige Menschen, die zusätzlich auch eine psychische Erkrankung haben können, bei ihrer Eingliederung und ihrer Teilhabe am Leben zu unterstützen und eine weitgehend eigenständige und selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Dabei werden die gesamte Lebens- und Gesundheitssituation berücksichtigt und die vorhandenen Ressourcen und Selbsthilfepotenziale der Klientinnen, unter Berücksichtigung der realen Gegebenheiten, genutzt und gefördert.

Ein individueller Hilfeplan ist zentrales Element der ausdifferenzierten Hilfe. In regelmäßigen Abständen werden die Planung, die Art und der Umfang der Maßnahmen gemeinsam überprüft und fortgeschrieben. Die Hilfeangebote werden stationär in den Wohn- und Appartementhäusern und den angeschlossenen dezentralen Wohnungen oder ambulant in der eigenen Wohnung der Betroffenen angeboten. Die Hilfegewährung soll eine drohende Behinderung verhüten oder eine bereits vorhandene Behinderung und deren Folgen beseitigen bzw. mildern, um an einem Leben in der Gesellschaft teilzunehmen. Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Betroffenen sind handlungsleitend. Zum Betreuungsangebot gehören sozialtherapeutische Maßnahmen, die individuell in der Hilfeplanung Eingang finden.

Ein suchtmittelfreies Wohnumfeld, eine Betreuung im Rahmen des Bezugspersonensystems, die Erarbeitung von Rückfallvermeidungsstrategien und tagesstrukturierende Maßnahmen sollen zum Erreichen der individuellen Ziele beitragen.

Maßnahmen, die bei Bedarf begleitet werden, sind u.a.:

  • Einzel- und Gruppengespräche und Gruppenangebote
  • Hauswirtschaftliche Anleitung, Milieupflege
  • Angehörigenarbeit, Kriseninterventionen, Administration
  • Gesundheitsaufklärung inkl. Anleitung zu sachgerechtem Umgang mit verordneten Medikamenten (auch Vergabe eines Substitutes)

Die medizinische Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner erfolgt durch niedergelassene Ärzte. Die Bewohnenden werden angeleitet, mit ihrer freien Zeit ohne die Zuhilfenahme eines Suchtmittels, möglichst selbstständig umzugehen. Jahreszeitliche Feste und Feiertage werden gemeinsam gefeiert.

In der Einrichtung in der Bünder Strasse 35a stehen in 4 Wohngruppen 24 Einzelzimmer mit Nasszellen (Du/WC) für diesen Personenkreis zu Verfügung. Alle Zimmer sind barrierefrei, 8 davon sind rollstuhlgerecht.

In der Engerstrasse 10a befinden sich 19 Plätze in 17 voll ausgestatteten Appartements. Vier Appartements sind behindertengerecht, zwei davon rollstuhlgerecht ausgestattet.

Weitere Plätze werden als dezentrale Lebensformen im Herforder Stadtgebiet vorgehalten, als Wohngruppe, Paarwohnung oder als dezentrale Einzelwohnungen. Alle Wohnungen sind eng vernetzt mit der Stammeinrichtung und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Differenzierungen der geeigneten Wohnform finden in regelmäßigen Hilfeplanungen statt und werden so auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.

Aufgrund der engmaschigen Begleitung im Wohnumfeld, findet eine Aufnahme vornehmlich in dem Haus in der Bünder Strasse 35a statt. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Hilfeplangespräche wird überprüft, ob ein Wohnwechsel in die Einrichtung der Engerstrasse 10a erfolgen soll, wo ein Leben im Appartement mehr Selbstständigkeit abverlangt. Ein langfristig orientiertes Wohnen in Einzelzimmern oder Appartements bietet sich an, wenn es Bewohnerinnen und Bewohnern noch nicht möglich ist, ein hinreichendes Maß an Eigenverantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Ambulant betreutes Wohnen ist eine unterstützende und aufsuchende Hilfe für ein weitgehend selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung, bietet Hilfestellung in allen Lebensbereichen, bei der Auseinandersetzung mit der Suchterkrankung, dem Entwickeln neuer Perspektiven und in Krisenzeiten. Grundlage der Kostenübernahme ist eine individuell und gemeinsam erarbeitete Hilfeplanung im Rahmen der Eingliederungshilfe, die regelmäßig fortgeschrieben wird. Daraus ergeben sich unterschiedliche Zielsetzungen und differenzierte Betreuungsangebote, die das gesamte Spektrum von Zielsetzungen für Abhängigkeitserkranke abbilden, von der Überlebenssicherung bis zum dauerhaften Abstinenzerhalt und auch vielfältige lebenspraktische Aspekte beinhalten.

Die tagesstrukturierenden Maßnahmen finden an den beiden stationären Standorten Bünder Strasse 35a und Engerstrasse 10a statt.

Zusätzliche tagesstrukturierende Angebote werden am Standort Bünder Strasse 13 im „Werk II“ ambulant durchgeführt.

Alltags- und Lebenspraktische Angebote, Kreativangebote, Gedächtnistraining, Bewegung sowie geschlechtsspezifische Angebote und ein Werkstatt-Cafe für Herforder Bürgerinnen werden vorgehalten. 

Das Angebot richtet sich an Betroffene, die ambulant betreut werden, vorübergehend oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, aus einer Werkstatt für behinderte Menschen altersbedingt ausscheiden oder nach einer Entwöhnungsbehandlung an erlangte Stabilität anknüpfen möchten. Es bietet eine Tagesstruktur in einem abstinenzorientierten Rahmen. Ein Mitarbeiterteam der Fachrichtungen Sozialarbeit und Ergotherapie steht werktags in der Zeit von 8:30 Uhr bis 16 Uhr zur Verfügung. Interessierte können im Rahmen einer Hospitation das Angebot kennen lernen. Eine Kostenübernahme durch einen Kostenträger ist erforderlich.

Ihre Ansprechpartner

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Einrichtungsleitung
St. Ziemer-Brandenburger
Tel.: 0 52 21 - 91 48-40
Tel.: 0 52 21 - 91 49-500

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Fachbereichsleitung stationär
Olaf Zengler
Tel.: 0 52 21 - 91 49-500

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Fachbereichsleitung ambulant betreutes Wohnen
Matthias Marx
Tel.: 01 51 - 16 35 08 27

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Weitere Standorte

Kurt-Dietrich-Haus
Bünder Straße 35a
32051 Herford
Tel.: 0 52 21 - 91 49-500
Fax: 0 52 21 - 91 49-501

Ambulant Betreutes Wohnen
Goltzstraße 17
32051 Herford
Tel.: 0 52 21 - 91 49-90
Fax: 0 52 21 - 91 49-91
abw.kdh@diakoniestiftung-herford.de

Werk II
Bünder Straße 12
32051 Herford
Tel.: 0 52 21 - 91 49-521